Archiv Rallye & Ausfahrt 2015

03.10.2015

                                            

Herbstausfahrt des OCC "Auf den Spuren von Karl Stülpner"

                                                                                                                

Ein kurzer Rückblick.

Liebe OCC Mitglieder und Mitfahrer,

erneut hieß es an einem 03.10. : Auf zur Herbstausfahrt mit dem OCC !

Gestartet wurde standesgemäß auf dem Parkplatz am Rathaus Oberlungwitz. Nach einem kurzen Fahrerbriefing ging es auch schon

los in Richtung Großolbersdorf, um das dort befindliche Nummernschildmuseum zu besuchen.

http://www.nummernschildmuseum.de/

Wir alle waren erstaunt und beeindruckt, zu sehen, wie liebevoll und akribisch die Museumsverantwortlichen über viele Jahre

Pkw- Nummernschilder aus allen möglichen Ländern und geschichtlichen Epochen zusammengetragen und für Besucher zugänglich

gemacht haben. Nach dem Museumsbesuch ging es zum Mittagessen in die Gaststätte " Zur Linde" in Großolbersdorf.

http://www.gasthaus-zurlinde.de/index.php

Nach einem leckeren Mittagessen ging es noch zum Grab von Karl Stülpner, dem "Robin Hood" des Erzgebirges. Wer mehr über

diese interessante Persönlichkeit der Geschichte des Erzgebirges erfahren möchte, kann bspw. diesen Link anklicken.

                                                                                                         

http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2012-09/karl-stuelpner-wilderer/komplettansicht

Im Anschluss an den Besuch in Großolbersdorf ging es weiter in Richtung Heinze Bank - Silberstrasse - Pockau/Lengefeld und dann

weiter in Richtung Grünhainichen, um schließlich in Börnichen in der Gaststätte "Waldhof" den selbst gebackenen Kuchen

zusammen mit ä Schälchn Heeßn zu genießen.             

Danach traten alle Ausflügler mit ihren Oldies ihre ganz individuelle Heimreise an. Auch im kommenden Jahr wird der OCC zum

3.Oktober wieder zu einer Ausfahrt einladen.

 

Der OCC.

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06.09.2015

3. OCC Rallye am 14.06.2015   

          Bildergebnis für wiedervereinigung deutschland                          Auf nach "Little Berlin"   

auto-0306.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand

 

Liebe OCC Mitglieder und OCC Fans, liebe Oldtimerfreunde,

nunmehr ist auch unsere 3.OCC Rallye, die wir am 14.06.2015 durchgeführt haben, Geschichte. Und geschichtsträchtig war diese

Tour allemal, doch seht selbst. Vom Parkplatz Oberlungwitz ging es zunächst in Richtung Zwickau, wo wir uns auf dem Parkplatz

Gewerbering "Maxhütte" zwischenzeitlich gesammelt haben, um anschließend in Richtung Götzschtalbrücke weiterzufahren.

Nach diesem kurzen Boxenstop an der Gaststätte "Ketzels Mühle" ging es weiter zu unserem Tagesziel, nach Mödlareuth, um dort das

bekannte Deutsch-Deutsche Museum zu besuchen. Unsere 3.OCC Rallye stand ganz im Zeichen "25 Jahre Wiedervereinigung".

Wir alle waren tief beeindruckt von der Gedenkstätte und konnten, neben einem Film über ein geteiltes Dorf, auch viele interessante

Bilddokumente über Grenzgeschichte  und - erfahrungen auf beiden Seiten unseres Vaterlandes nachlesen. Ein Highlight war

zweifellos der Besuch eines Gebäudes, in dem wir zahlreiche militärische Fahrzeuge aus der Zeit des kalten Krieges besichtigen

konnten, die im Grenzregime auf beiden Seiten der Mauer im Einsatz waren.

Im Anschluss an den Museumsbesuch ging es weiter in Richtung Tanna, wo wir im Landgasthof Strosche unsere Mittagspause

verbrachten und unseren Oldies eine Verschnaufpause gönnten. Ausruhen konnten sich die Teams aber nicht, da sich unsere

OCC Rallyeleitung als Prüfung  ein ganz besonderes Quiz hatte einfallen lassen.

Im Anschluss an die Mittagspause ging es auf die letzte Etappe zurück in Richtung Göltzschtalbrücke, wo wir eine Kaffeepause

einlegten, um den Tag Revue passieren zu lassen. Die Sonne war unser ständiger Begleiter an diesem herrlichen Junitag.

Schließlich traten alle Rallyeteams von dort aus ihre ganz individuelle Rückreise an.

                   Flagge Deutschland animiert 180x135     Bildergebnis für wiedervereinigung deutschland                      DDR.gif

       

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18.4.2015

Rückblick Ikarus Oldtimerbusausfahrt by OCC

18.04.2015

 

Am 18.4.2015 fuhr der OCC mit einem Ikarusbus 55 "ins Blaue", doch zunächst ein kurzer geschichtlicher und technischer Abriss zum Ikarus 55 von unserem Fach- Kolumnisten Michael Sander.

Ikarus 55 - der selbsttragende Autobus in Stromform für den Überlandverkehr

Bei dem für unsere Ausfahrt ins Vogtländische am 18.April 2015 angemieteten Bus handelte es sich um eines der wenigen überlebenden Exemplare der Ikarus-Baureihe 55/66, welche von 1952 bis 1973 in fast 16.700 Exemplaren (über 7.400 Typ 55 und über 9.200 Typ 66) die Budapester Werkshallen verließ.

Diese in mehrfacher Hinsicht als Meilensteine des osteuropäischen Omnibusbaus geltenden Fahrzeuge (selbsttragende Karosserie, Heckmotor, Stromlinienform und Baukastensystem für Variantenreichtum) bildeten das Rückgrat des DDR-Kraftverkehrs.

Besonders die Nah- und Regionalverkehrsversion 66 war in der DDR allgegenwärtig, wurden doch unglaubliche 5.900 von gesamt über 9.200  gebauten Einheiten an den befreundeten deutschen Hauptabnehmer geliefert.

Als Typ 55 wird die Reisebusvariante bezeichnet, welche über den gleichen Motor wie der Stadtbus verfügt.

Dabei handelte es sich um einen 6-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor Marke Csepel (ungarischer LKW-Hersteller ) mit anfangs 7.983 ccm Hubraum und 125 PS, welcher ab 1959 durch einen Motor gleicher Bauart mit 8.276 ccm und 145 PS ersetzt wurde.

Diese den damaligen internationalen Standards entsprechende  Konstruktion mit Gemischaufbereitung im Wirbelkammerverfahren basiert auf einer 1950 vergebenen Lizenz des österreichischen LKW-, Bus-, und vormaligen PKW-Produzenten Steyr.

Leider haben diese Motorversionen die Zeiten des harten täglichen Einsatzes nicht überlebt und mußten bei für heutige Verhältnisse astronomischen Nutzungszeiten von oftmals über 20 Jahren im Rahmen von sog. Generalüberholungen aus Materialmangel und Rationalisierungsgründen gegen 6-Zylinder-Dieselmotoren aus DDR-Produktion ausgetauscht werden.

Auch das von uns genutzte, 1962 gebaute Exemplar wurde auf diesen 9.480 ccm großen, 140 kW starken Selbstzünder aus Schönebeck bei Magdeburg umbebaut. Das Fahrzeug wurde als sog. "Scheunenfund" zwischen 1995 und 1997 von den Schlossern der betriebseigenen Werkstatt der Regiobus Mittweida optisch und technisch in den Originalzustand (d.h. Zustand nach Generalreparatur) versetzt.

Die pneumatische Kupplungsbetätigung (ab 1965 hydraulisch) wurde dabei genauso beibehalten wie die Vorderachskonstruktion ohne jegliche Lenkhilfe, diese wurde erst in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre mit ebenfalls pneumatischer Unterstützung verbaut.

Erst jetzt, mit dem Abstand von über 25 Jahren, sieht man, daß das was viele von uns tagtäglich bewegte doch auch etwas besonderes war, ein Schicksal, welches fast jeder Klassiker teilt.

Vom alteingesessenen 1895 gegründeten Budapester Unternehmen, das ab 1920 Fahrzeuaufbauten und ab 1924 Autobuskarosserien baute, sich in kommunistischen Zeiten durch RGW-Beschluss auf Stadt-, Vorstadt- und Reisebusse spezialisierte, ist im Jahr 2015 und nach knapp 300.000 gebauten Omnibussen nichts mehr geblieben.

Was bleibt, ist die Erinnerung an einen wundervollen Ausflug mit einem außergewöhnlichen Fahrzeug, produziert von dem zeitweise größten Bushersteller der Welt, der im Jahre 2004 seine Tore wahrscheinlich für immer schließen mußte. 

Danke Michael !

Der OCC.

 

                                              

                                               

 

 

Ikarus 55 -  Reiseimpressionen und Review Vogtländischer Orgelbau Thomas Wolf

Am 18.04.2015 ging es mit einem Ikarusbus 55 ins Vogtland zum Orgelbaumeisterbetrieb Thomas Wolf.

Nachdem unsere OCC Reisegruppe im vogtländischen Limbach angekommen war, wurden wir vom Orgelbaumeister Thomas Wolf und seiner Frau zu einem Firmenrundgang herzlichst begrüßt.

Herr Wolf führte die 36 mitgereisten Oberlungwitzer Oldtimerfans in die hohe Kunst und Geschichte des Orgelbaus ein. Beeindruckend war die Lebensgeschichte von Herrn Wolf und seiner Familie, die mit dem Tag ihrer Selbständigkeit, kurz nach der Wende, mit vielen bürokratischen Hürden und Unverständnis gegenüber dem Orgelbau zu kämpfen hatten.

Als dann auch noch die eigene Hausbank dem jungen Unternehmen die kalte Schulter zeigte, war guter Rat und Geld (Startkapital) vonnöten. Auch die Haltung der damaligen Treuhand gegenüber dem Jungunternehmer Wolf in Bezug auf den Erwerb des damals maroden Firmengebäudes in Limbach war bezeichnet für die Wendezeit. Viele schlaflose Nächte galt es für die junge Familie durchzustehen, bis schließlich mit einem neuen Kapitalgeber, einem neuen Firmengebäude  (Werkstatt) und vollen Auftragsbüchern endlich „Fahrt aufgenommen“ werden konnte.

Daneben galt es für Herrn Wolf, sich auch zum Orgelbaumeister zu qualifizieren, was mit zusätzlichen Reisestrapazen und Finanzlücken verbunden war. Dank des Rückhaltes seiner Familie wurde auch das geschafft.

Beeindruckend war danach zu sehen, wie eine Orgel entsteht. Hier kann man wirklich von einer filigranen Arbeit sprechen, wo Millimeterabweichungen schnell zu irreparablen Misstönen führen können. Von der Wahl des richtigen Materials (Holz oder Metall) für die Orgelpfeifen bis hin zur Abstimmung der jeweiligen Töne (Zusammenspiel von Tonhöhen, Klangfarben und Lautstärken)  wurde uns der Entstehungsprozess einer neuen Orgel aber auch die Restauration jahrhundertealter Orgeln erläutert. Gerade die Kunst des Restaurierens  wird von der Firma Wolf beherrscht.

Neben geschickten Händen ist also auch ein sehr gutes musikalisches Gehör Grundvoraussetzung für den Beruf des Orgelbauers.

Zur Stärkung hatte Frau Wolf für uns ein leckeres Buffet organisiert.

Hiermit möchten wir uns nochmals recht herzlich für diesen interessanten Firmenrundgang bei der Familie Wolf bedanken. Mit großem Respekt gegenüber dem Orgelbauhandwerk fuhren wir wieder in Richtung Heimat.

Wir wünschen dem Unternehmen Wolf weiterhin viel Erfolg und gut gefüllte Auftragsbücher.

Der OCC.